"Die Bullis" sind eigentlich Ochsen und aktiv in unserem Kuhkuschel Programm. Die Beiden genießen "Familienanschluß" und haben lebenslanges Wohnrecht auf unserem Hof. Sie sind immer zu Späßen aufgelegt u. für manche Geschichte gut.
2008 begann die Geschichte unserer "Bullis" Silvan und Savanna. Was die beiden so alles erleben und wir mit ihnen haben wir hier aufgeschrieben.
Silvan´s Geburt (nicht immer läuft alles glatt):
Noch eine Woche, dann wäre Betty´s Geburtstermin gewesen doch dann setzten Wehen ein. Doch die Geburt ging nicht so richtig vorwärts und so riefen wir den Tierarzt an. Kurz bevor er eintraf lief Fruchtwasser aus. Der Tierarzt meinte die Geburt sei zwar im Gang aber da zu früh sei das Kalb noch nicht in den oberen Geburtswegen was eine natürliche Geburt unmöglich machte. Da das Kalb noch lebte entschieden wir uns für einen Kaiserschnitt. Dieser verlief problemlos....
...und dann erblickte am 30.7.08 der kleine Bulle Silvan das Licht der Welt. Eine Woche zu früh aber recht fit schaute er in die Welt. Leider hatte Betty durch die Frühgeburt noch keine Milch im Euter so das wir bei einem Bauern in der Nachbarschaft Biestmilch holten. Auch nahm Betty ihren Sohn nicht an, sondern versuchte immer wieder ihn anzugreifen. Nach mehreren Versuchen gaben wir auf und brachten Silvan aus dem Kuhstall in die Nachbarbox. Wir rubbelten den kleinen Bullimann mit einem Handtuch trocken und gaben ihm von da an in einer Flasche alle 4 Std Milch zu trinken.
Silvan´s Entwicklungsgeschichte:
Silvan tauften wir am nächsten Tag den kleinen Bullen. Er ist ein keckes, neugieriges und zuweilen etwas freches Kerlchen. Sein Vater ist der Elitebulle Siltben.
Silvan hatte immer großen Durst und stürzte sich begeistert auf seine Milchflaschen. Die erste Woche gaben wir ihm alle 4 Stunden 1,5 l Milch, dann alle 6 Stunden 2 l Milch. Ab der 4. Woche bekam er 4 Mahlzeiten am Tag je 2,5 l. In der 5. Woche stellten wir ihn von der Flasche um auf die Tränke aus dem Nuckeleimer. Im 2. und 3. Monat bekam er seine 3 Mahlzeiten je 2,5 l. Im 4.und 5. Monat bekam Silvan 3 Mahlzeiten zu je 2 l, ab dem 5. Monat wurde er langsam entwöhnt, bekam nur noch 2 Mahlzeiten und auch die Menge der Milch wurde nach und nach reduziert.
Silvan bekam bis zur 8. Lebenswoche frische Vollmilch, die wir beim Nachbar-Bauern kaufen. Danach wurde er nach und nach auf spezial Milchaustauscher für Kälber umgestellt. Wir versuchten schon zu einem früheren Zeitpunkt die Umstellung auf Milchaustauscher, aber der Versuch schlug Fehl, da Silvan Milchaustauscher noch nicht vertrug und mit schwerem Durchfall darauf reagierte.
Silvan hatte bei der Geburt Fruchtwasser geschluckt und dadurch tagelang hohes Fieber gehabt. So sah er in den ersten Lebenstagen regelmäßig den Tierarzt, zuweilen auch nachts. Dann bekam er noch einen heftigen Durchfall Virus, der die Gabe von Infusionen durch den Tierarzt nötig machte, aber seid er 5 Wochen alt ist, ist er gesund.
Durch seine Krankheiten musste Silvan die ersten 3 Wochen im Stall bleiben statt wie die anderen Kühe auf der Weide zu toben. Aber er hatte öfters Besuch von Jette. Die beiden haben Spaß an gemeinsamen Wettrennen. Noch sind sie gleich groß, aber das wird sich sicher bald ändern.
Nach dem er seine ersten drei Lebenswochen wegen Krankheit im Stall verbringen musste erkundet Silvan hier in der 4. Woche zum ersten mal den Auslauf von seinem Offenstall.
"Wann kommen die endlich mit meiner Milch". Silvan steht am Padockzaun und wartet auf seine Fütterung.
Das erste mal auf der Wiese. Noch an der Leine um die Weide und den Stromzaun kennen zu lernen. Inzwischen geht es ohne Leine auf die Weide, aber mehrmals die Woche gehen wir im Wald spazieren mit Jette und Silvan. Silvan ist schon halfterführig.
Silvan im Alter von 5 Wochen.
Nun sind sie nicht mehr gleich groß. Mit seinen 6 Wochen hat Silvan Jette in der Höhe überholt. Aber wir stellen uns die Frage: "wer hat da wem das Gras fressen beigebracht?"
Silvan hat einen Kumpel bekommen. Wir haben einen kleinen Jersey Bullen gekauft. Er hat den Namen Savanna bekommen. Savanna war bei Einzug, wie man auf dem Foto sieht ziemlich dünn, inzwischen hat er schon zugenommen und tobt übermütig mit Silvan über die Wiese. Jersey Bullenkälber sind fast Wegwerfartikel auf vielen Höfen, die haben keinen Wert sagen die Bauern, dafür gibt noch nicht mal der Kälberhändler ein paar Cent. Aber wenn man wie wir als Privatleute so ein Jersey auf einem Hof sieht und einfach nicht abfahren kann ohne den Kleinen mitzunehmen, dann glaubt man kaum wie teurer so ein Kälbchen innerhalb von wenigen Minuten werden kann.
Savanna ist 2 Wochen älter als Silvan, aber noch etwas kleiner als Silvan. Savanna hat eine lustige Fellzeichnung. Er ist ein Braunschecke. Sein Vater ist der Elietbulle Action, seine Mutter die Herdbuch B Kuh Maria.
Die erste Begegnung zwischen Silvan und Savanna. Noch skeptische Blicke, aber schon nach kurzer Zeit wurde miteinander gespielt.
Gemeinsam an der Milchbar. Silvan mit seinem Nuckeleimer. Savanna trinkt aus dem Eimer. Er hat leider bei seinem Züchter nie gelernt wie man einen Nuckel benutzt. Kennt nur Milchtränke aus dem Eimer.
Spielzeit: Wer ist der Stärkere?
Simone ruft - es ist Fütterungszeit, nun aber richtig Gas geben, die Milch wartet.
"Tierfreundschaft" zwischen Kalb und Hund ! Etwas ungleiche Spielgefährten sind Silvan und Jette, die aber trotzdem Spaß miteinander haben.
Silvan ist nun 8 Wochen alt und entwickelt sich langsam optisch vom Kalb zum Jungbullen.
Es ist Oktober geworden. Bald neigt sich die Weidesaison dem Ende zu, aber die beiden Bullenkälber können von ihrem Offenstall in diesen großen Winterauslauf gehen.
Zwei kleine müde Bullen - Nachtruhe im Kälberstall.
Ende November: Über Nacht hat es geschneit und nun erleben unsere kleinen Bullen den ersten Schnee ihres Lebens.
Savanna hat inzwischen zugenommen und auch an Winterfell zugelegt, so das ihm auch die Winterkälte nichts mehr ausmacht.
"Red Bull" verleiht Flügel! Bullen-Power live mit Savanna und Silvan. Meist hat der kleine Jersey die Nase vorn. Nicht umsonst nennt man Jersey die Araber unter den Kühen. Es ist Februar und die beiden Jungs sind inzwischen 7 Monate alt. Sie werden nun langsam von der Milch entwöhnt, wofür sie überhaupt kein Verständnis haben und viel rumbrüllen statt sich an Heu und Heulage satt zu fressen.
Silvan & Savanna 2009:
Die beiden Bullis sollen in diesem Jahr kastriert werden. Silvan wird Familienanschluß mit Lebensstellung bei uns bekommen. Für Savanna suchen wir ein neues Zuhause mit Lebensstellung.
April: Die Weidezeit hat begonnen. Über Winter standen die Bullis Zaun an Zaun mit den Pferden. Nun sind sie gemeinsam mit den beiden Isländern und dem Shetty als Herde auf der Weide und kommen. Sie sind vom Kälberstall in einen kleinen Offenstall in das Stallgebäude wo auch die Pferde sind umgezogen.
Die Bullis und Pferde bewohnen zwei Weiden, die durch einen Bach getrennt sind, was kein Problem ist, denn obwohl ihnen das Wasser im Bach nach Regentagen bis zum Bauch reicht gehen sie mutig hindurch. Silvan planscht sogar gerne an warmen Tagen im Wasser.
Savanna und Sivan haben ein neues Hobby. Sie angeln im Wasser treibende Äste, halten sie mit dem Maul feste, schlackern sie umher und lassen die Äste dann wieder schwimmen.
Silvan steht momentan auf Augen Make up. Jeden Tag aufs neue wühlt er mit Kopf und Hörnern in der Böschung herum, solange bis die "Kriegsbemalung" fertig ist.
Savanna ist mit seinen 9 Monaten ein recht kräftiges Kerlchen geworden. Dazu hat er sich farblich sehr interessant entwickelt. Braunschecke mit verschiedenen Brauntönen. Er ist teils dunkelbraun, teils rotbraun, am Kopf sogar schwarz, an Stirn, Beinen und Schwanz grau melliert und dazu lustige weiße Flecken an Beinen und Rücken. Das dunkle Maul ist weiß umrandet und die Schwanzquaste ist auch weiß. Er hat jedenfalls eine sehr originelle Farbe für seine Rasse. Savanna ist darauf bedacht sich nie schmutzig zu machen, ganz selten hat er mal etwas Dreck im Fell. Kumpel Silvan liebt es dagegen im Dreck zu sulen.
Savanna bleibt bei uns wohnen, denn alle Versuche die beiden Bullis zu trennen waren nicht erfolgreich. Savanna sah es locker und kam auch ohne Silvan problemlos zurecht. Es gab auch schon Anfragen von Interessenten, die Savanna ein gutes Zuhause geben wollten. Nur Silvan wollte nicht ohne seinem Kumpel sein, selbst das Gras auf der Weide konnte ihn nicht mehr locken.
Mai: "Kampfbullis" - Kräftemessen als morgentlicher Frühsport. Savanna ist nun Ochse.
Die Geburtsstunde des "Kuhkuschelns" - eine Idee wird in die Tat umgesetzt und ein passendes Konzept entworfen und so sollen ab sofort die beiden Bullis eine Lebensaufgabe bekommen um ihr Futtergeld zu verdienen und das Beste daran ist, das dadurch Savanna nun auch für immer hierauf dem Hof wohnen bleiben darf, denn den kleinen Jersey haben wir genauso gerne wie den dicken Silvan und mit zwei Bullis kuschelt man auch besser als mit einem Bulli.
Savanna ist ein Farbwechsler! Vor wenigen Wochen war Savanna noch ein Dunkelbrauner, dann verschwand das dunkelbraun und er wurde grau melliert, wie man auf dem Bild sieht. Nun mausert er sích zu einem Hellbraunen mit gräulichen Aufhellungen. Schon interessant seine Farbe.
Bisher verbrachten die "Jungs" ihre Nächte immer im Stall und hatten tagsüber Weidegang, Nun bleiben sie bei schönem Wetter auch schon mal über Nacht auf der Weide. Früh am Morgen findet man die beiden dann schlafend vor.
Juni: Die beiden Jungs sind momentan etwas in einer "aufmüpfigen" Phase, sie wollen beschäftigt werden. So kamen wir auf die Idee mit ihnen wie mit den Pferden Bodenarbeit im Trail-Parcours zu machen. Silvan steht schon ganz lässig auf der Plane. Im Hintergrund unsere anderen Kühe, die aufmerksam zuschauen, was ihr "Kollege" da so macht.
Die beiden Jungs gehen voll in ihrer Aufgabe auf - sie haben Spaß am Kuhkuscheln, besonders Savanna freut sich über jeden Besuch. Er liebt Animation und er stellt sich immer sehr gerne vor jeder Fotokamera in Pose. Und die Spaziergänge mit den Kuhkuschel Kunden finden die Bullis, glaube ich, auch ganz witzig.
Savanna geht aufmerksam im Slalom um die Pylonen. Weitere Bilder vom Kuh-Trail bei "Neues vom Hof".
Nach dem Training in der "Kuhschule" machen es sich die Jungs erst einmal gemütlich.
"Ich tue mal so als fresse ich den Ampfer - denn wenn der Falko das sieht findet er mich sicher super toll, denn der hasst diese "Ochsenzungen", wie er den Ampfer immer nennt"
Die letzten Tage war es Im Sauerland sehr warm & schwül. Da wird auch schon mal der Schattenplatz am Stall bevorzugt, anstelle der Weide.
August: Silvan ist kastriert worden. Leider verlief es nicht so problemlos wie bei Savanna im Frühjahr, sondern mit dramatischen lebensbedrohlichen Komplikationen. Silvan hatte eine Woche Stallruhe und Savanna leistet ihm Gesellschaft.
September: Silvan ist wieder fit und lässt sich auf spielerische Kämpfchen mit Savanna ein.
Die Bullis sind umgezogen, aber nur innerhalb ihres Stallgebäudes, welches für sie umgebaut wurde. Da ihr bisheriger Stall für Beide zu klein geworden haben sie nun einen großen Offenstall bekommen.
"Tor drücken" - eine beliebte Beschäftigung der Jungs gegen Langeweile.
Herbstzeit: "bei so ungemütlichem Regen-Wetter jagt man keinen Bulli vor die Tür - da wollen wir lieber im Stall bleiben und streiken wenn wir auf die Weide gehen sollen".
November: "Hi Hi, wir Bullis dürfen noch auf die Weide, die Pferde haben Saison-Ende und stehen im Padock, weil die mehr kaputt treten als wir Rinder"
Dezember: Schneestürme ziehen über´s Land.
"Bullshit, dieses Winterwetter - da bin ich lieber im trockenen Stall"
"..... oder ich kuschel mit Freundin Rosi"
Silvan & Savanna 2010:
Januar: Savanna ist nun ein fast ausgewachsenes Jersey mit 144 cm Rückenhöhe.
April: Auch der Silvan-Bulli hat nun bald seine Endgröße erreicht. Ist 135 cm hoch.
"Frühlingsmüdigkeit" bei Savanna
"Kumpel steh jetzt endlich aus dem Heu auf - ich will was fressen"
Nun hat die Weidesaison für Silvan & Savanna wieder begonnen.
"Wieso soll ich schön gucken - die können mich im Radio doch sowieso nicht sehen. Ne, muhen will ich erst recht nicht auf Kommando"
"Menno, mach vorran - ich will auch mal die neue Kuhbürste ausprobieren"
Juni: Sommer, Sonne, Weidezeit - die Bulis lassen es sich gut gehen wenn sie Kuhkuschelfrei haben.
Die Bullis haben einen größeren Offenstall mit weichen Gummimatten und erweitertem Padock bekommen. Silvans Hörner sind nun schon länger als die Ohren.
Juli: 2 Jahre ist Savanna und fast ausgewachsen. Im Sommerfell ist er dieses Jahr ein sehr heller Jersey geworden.
"Sie sagen ich hätte meinen Geburtstag verschlafen" - Silvan wurde am 30.7. zwei Jahre alt.
Oktober: "Gähn - ich glaube es wird Zeit für den Winterschlaf"
Foto: Renate G.L. Baum
"Sie nennt mich noch immer Kleiner - dabei bin ich doch fast so groß wie sie"
November: Kalt, nass, matschig.... da möchte ich lieber Tag nur im Stall liegen, aber jeden morgen stellen Sie mich in den Auslauf - nennen das dann Bewegung an der frischen Luft für dicke Bullis.
Beschäftigung gegen die Langeweile findet wohl Savanna und ärgert Pony Tonka, motiviert ihn zu Wettrennen auf dem langen Weg vom Auslauf. Und wer meint nur Pferde sind Cutting Experten und scheuchen Kühe, der hat noch nicht Savanna erlebt, denn der macht das Cutting mit Shetty Tonka.
"Wenns draußen schneit mache ich es mir im Stall so richtig gemütlich"
"Ich habe mir von Rosi die Decke ausgeliehen, die hält warm, aber die Passform ist wohl nicht so ideal und sie wird schnell nass, daher haben sie die Idee wieder verworfen mir eine eigene Decke zu kaufen. Schade."
Dezember: Im Schnee wird oft die Langeweile mit einem Kämpfchen vertrieben.
Silvan & Savanna 2011:
März: bei trockenem Wetter dürfen wir schon wieder auf die Weide. Richtig los mit der Weidezeit geht es aber erst Ende April.
Mai: Weidezeit ist im vollen Gange und Silvan gibt so richtig Gas.
"Auffahrunfall?" Menno, wieso muss der immer aus vollem Tempo plötzlich abbremsen.
"Bei dem heissen Wetter plansche ich zur Abkühlung im Bach rum"
"Hier herscht die reinste Fliegenplage. Da habe ich mir mal von Rosi die Fliegenmaske ausgeliehen. Böderweise habe ich sie am zweiten Tag kaputt gemacht. Simone gab mir dann eine neue Maske. nach dem ich diese auch zerrissen hatte musste ich wieder wie bisher ohne Fliegenschuzt auf die Weide gehen".
"So sehen Sieger aus, la la la la.." Andrea & ich, die Champions im Geschicklichkeitswettbewerb für Kühe bei unserem Hof Fest.
"Kumpel Silvan kam nur auf Platz 2, weil er beim durchgehen des Flattervorhangs zögerte". Simone war aber trotzdem stolz auf ihren Dicki-Bulli.
Alle paar Monate berichten wir hier aus dem Leben der beiden Bullis.
Die Bulli Einbrecher - Fotostory einer heimlichen Tat im November 2010
unwiderstehlich der Duft der blauen Leckschüssel im Pferdepadock....Nachmittags 16 Uhr.... die Pferde sind auf der Weide....die Tat seid einigen Tagen geplant.
Ok, die Luft ist rein, Simone ist ins Haus gegangen und Falko kommt sicher noch nicht von der Arbeit heim. Dann los. Der Kumpel steht Wache mit Blick Richtung Straße, falls der Falko kommt.
Sicherheitsriegel (oder Schweineriegel wie die das Ding nennen) mit dem Maul fassen und mit Gefühl hochdrücken....(im zweiten Anlauf hatte ich ihn). Dann vorsichtig zur Seite schieben damit der nicht wieder zurück in die Halterung fällt.
Geschafft. Langsam mit dem Maul das Tor fassen und offen ziehen. Mein Kumpel passt weiter auf wer die Straße hoch gefahren kommt.
Gut das ich so lange Hörner habe. Horn hinters Tor klemmen und weiter offen schieben, denn so passe ich ja noch nicht durch den Eingang.
Noch ein bisschen nachdrücken und ganz offen ist das Tor.
Geschafft. Nun schnell und leise rein bevor der Kumpel merkt das ich schon drin bin, denn dann kommt der angelaufen und ich muss die Beute teilen.
Leckschüssel ich komme!! Da steht ja das blaue Ding. Hm, das war lecker, habe fast 1/3 aufgefuttert, doch dann hat Simone mich erwischt und aus dem Padock gescheucht. Die hatte mich sogar mit der "versteckten" Kamera fotografiert.
...trotz der Beweisfotos und dem Nachweis meiner Tat (ich hatte am nächsten Tag Durchfall von der ganzen süßen Leckmasse) musste ich den Einbruch nachstellen damit Simone es aus nächster Nähe betrachten konnten.....
Also los, Riegel ins Maul nehmen und hochziehen..
Dann den Riegel mit der Nase vorsichtig zur Seite schieben damit er nicht zurück in die Halterung fällt....den Rest kennt ihr ja schon von den Beweisfotos.
...leider konnte ich meine Tat nicht noch mal wiederholen, denn sie haben inzwischen den Riegel mit einem Splint gesichert, aber ich arbeite an einer Lösung des Problems, immer dann wenn sie einkaufen oder zur Arbeit fahren.
P.S. ich habe es 4 Wochen später geschafft auch von innen einen außen angebrachten Schweineriegel zu öffnen, so das mein Kumpel & ich die große Freiheit hatten und raus aus dem Padoch marschierten um die Welt rund um den Hof zu erkunden - blöderweise erwischten sie uns schnell und fingen uns ein. Fazit: nun ist dieser Riegel ausbruchsicher gemacht.